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Sonntag, 3. Juli 2016

Dunhill - Standard Mixture

Heute soll es um einen Tabak gehen, dessen Layout bestimmt schon nahezu alle mal gesehen haben und den es bestimmt schon seit Ewigkeiten gibt. Ich habe eine Dose dieses Kameraden das erste Mal in der Werkstattkiste meines Urgroßvaters gesehen. Als Aufbewahrungsbox für Schrauben. Und deswegen wollte ich ihn mal probieren, allein schon aus nostalgischen Gründen.


Dies ist jetzt schon drei Dosen her, und somit ist es an der Zeit meine Meinung kund zu tun. Das Dosendesign hat sich (bis auf die Sticker mit den brandheißen Neuigkeiten) wohl kaum geändert. Zumindest nicht, solange ich mich erinnern kann. Mit einem satten Pfft wird das Vakuum gelöst. Im Inneren befindet sich der Tabak in der altbekannten Papierverpackung mit diesem seltsamen Kragen und einem Pappdeckel mit zwei Tabakblättern drauf.

Der Tabak liegt fest gepresst drin. Ich gebe ihm gerne ein paar Sekunden, bevor ich meine Rübe dranhalte. Dann kann der Anfangsduft etwas entweichen. Der Geruchstest ergibt (natürlich) Latakia. Aber sobald man ihn zur Seite schiebt, meine ich eine Säure zu erkennen. Ein wenig nach eingelegten Oliven. Ein bisschen wie Mac Barens „Mature Virginia“. Im Hintergrund erkenne ich eine leichte Honig/Heunote vom Virginia. Vom Schnittbild ist er gewohnt relativ fein geschnitten, wie es die Dunhills eben an sich haben. Sehr stopffreundlich die ganze Sache.


Und hier kommen wir zum nächsten Punkt. Ruckzuck ist die Vauen Classic gestopft. Ich stopfe diese Schnittart gerne etwas fester und trockne sie u.U. etwas nach. Ich rauche ihn zu jeder Tages- und Nachtzeit und zu jedweder Beschäftigung. Ich habe es noch nicht geschafft ihn zu "verärgern". Er bleibt immer schön cool und gelassen. Auch oFi Versuche ließ er anstandslos geschehen, und das, obwohl ich mit einer sensiblen Zunge "gesegnet" bin. Diese Eigenschaft schiebe ich dem Latakia zu.

Die ersten Züge beim Rauchen lassen auch eine Säure erkennen, ebenfalls mit diesem Olivenunterton. Dies verfliegt aber relativ schnell und lässt Platz für einen brotigen, dezent rauchigen Geschmack. Sehr angenehm mit einer dezenten Würze und Süße. M.E. ist die „Standard Mixture“ kein Latakia-Hammer, sondern eine eher dezente Mischung. Standard eben, aber keineswegs negativ gemeint. Ich rauche sie gerne, wenn ich keine Lust auf Überraschungen habe und mein Hirn für andere Dinge als fürs Rauchen benötige.

Die Tabakqualität stufe ich als sehr gut ein. Ich habe keine Strünke oder ähnliches Gestrüpp in den bisher konsumierten Dosen entdeckt, was ich bei dem Preis aber auch nicht möchte. Irgendwann geht die Pfeife einfach aus. Je nach Stopfgeschick, mit mehr oder weniger kleinen unverbrannten Resten. Er raucht sich schön trocken und hinterlässt ein würziges, (für mich) angenehmes Raumaroma. Aber das muss man mögen.

All in all handelt es sich hier um eine "normale" Latakia-Mixture, die ich jedem empfehlen kann, der nicht direkt die Schinkenkelle haben will, aber Pudding lieber isst als raucht. Die Raucheigenschaften sind über jeden Zweifel erhaben. Standard eben

LG vom Teutoburger Wald

Autor: Chris Henck


Kommentare:

  1. Moin,
    Danke für den Beitrag. Der hört sich wirklich ganz nach meinem Geschmack an. Einziges manko - er kommt als mixture und nicht als flake. Aber ich denke in diesem Fall ein reines Luxusproblem.
    Liebe grüße aus dem Norden
    Ihr Christian Mai

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  2. Hallo Chris,

    schon spannend, wie unterschiedlich man einen Tabal empfinden kann. Ich rauche ihn auch sehr gerne, allerdings finde ich, dass man ihn sehr langsam rauchen muss. Zwei, drei zu hektisch Züge und er wird zu heiß und schmeckt nicht mehr.

    Gruß
    André

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